Erstes Dysgnathie Symposium in der Fachklinik Hornheide
von Kerstin Bücker
Mehr als 40 Fachleute tauschen sich zu moderner Dysgnathiebehandlung und digitalen Entwicklungen aus
Die Fachklinik Hornheide hat gemeinsam mit der Kieferklinik Münster erstmals ein Dysgnathie Symposium veranstaltet. Mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen, digitale Möglichkeiten und praktische Erfahrungen in der Behandlung von Kieferfehlstellungen auszutauschen.
Hintergrund der Veranstaltung ist eine enge Kooperation beider Einrichtungen im Bereich der Dysgnathiechirurgie, die seit September vergangenen Jahres besteht. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Patientinnen und Patienten durch eine abgestimmte und innovationsgetriebene Behandlung noch besser zu versorgen. Gerade in der Dysgnathietherapie gewinnt die enge Verzahnung zwischen Kieferorthopädie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie zunehmend an Bedeutung.
„Wir wollen ein Forum für einen ehrlichen Austausch schaffen, der nicht nur perfekte Ergebnisse bespricht, sondern auch die Wege dahin“, sagte Dr. Dr. Jan Dirk Raguse, Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Fachklinik Hornheide. Das neue Format soll den fachlichen Dialog stärken und Raum für einen offenen, praxisnahen Austausch bieten.
Wie stark sich das Fachgebiet derzeit verändert, machte auch Prof. Dr. Dr. Ulrich Meyer deutlich: „Kieferorthopädie wird digitaler, Patienten wollen Bilder wie aus den Sozialen Netzwerken vor einer Behandlung zu sehen bekommen. Intraorale Scans werden immer besser.“ Digitale Techniken hielten zunehmend Einzug in die Praxis von Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden sowie MKG-Chirurginnen und -Chirurgen. Gemeinsame digitale Schnittstellen erleichterten heute die interdisziplinäre Kommunikation und ermöglichten inzwischen auch komplexe Therapien, etwa bei Patientinnen und Patienten mit Fehlbildungen.
Neueste Einblicke in die praktische Arbeit und die technischen Möglichkeiten vermittelten Luca Röers und Dennis Collins vom kieferorthopädischen Fachlabor Röers aus Everswinkel. Weitere Fachvorträge ergänzten das Programm: Prof. Dr. Werner Schupp referierte über die kieferorthopädische Vorbehandlung mit Alignern, Johanna Scheidgen, Oberärztin an der Fachklinik Hornheide, sprach über Dysgnathie-Strategien.
Mit dem ersten Dysgnathie-Forum haben die Fachklinik Hornheide und die Kieferklinik Münster ein neues interdisziplinäres Format geschaffen, das den Austausch zwischen Kieferorthopädie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie zahntechnischen Fachbereichen weiter fördern soll.
Foto: v.l. Die Referenten des Symposiums: Oberärztin Johanna Scheidgen, Luca Röers (Kieferorthopädisches Fachlabor Röers), Dr. Werner Schupp, Chefarzt der Abteilung Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, PD Dr. Dr. JD Raguse, Prof. Dr. Dr. Ulrich Meyer und Dennis Collins (Kieferorthopädisches Fachlabor Röers).
