43. Hornheider Symposium: Fachklinik Hornheide zeigt die Vielfalt moderner Spezialmedizin
von Christiane Krause
Interdisziplinäre Fortbildung bringt Expertinnen und Experten aus Dermatologie, Plastischer Chirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Anästhesie und Dermatopathologie zusammen.
Münster, 30. Mai 2026 – Unter dem Motto „Vielfalt, die verbindet“ hat am Samstag das 43. Hornheider Symposium in der Fachklinik Hornheide stattgefunden. Die traditionsreiche Fortbildungsveranstaltung wurde von PD Dr. Hans-Joachim Schulze, Ärztlicher Direktor der Fachklinik Hornheide und Chefarzt für Dermatopathologie professioniell moderiert und brachte Ärztinnen und Ärzte sowie medizinische Fachkolleginnen und -kollegen zusammen, um aktuelle Entwicklungen aus den Schwerpunktbereichen der Fachklinik zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand dabei die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit, die für die Versorgung komplexer Erkrankungen eine zentrale Rolle spielt. „Die Systemtherapie ist immer weiter verzahnt, die Forschung entwickelt sich rasant“, betonte Prof. Dr. Carmen Loquai, Chefärztin für Dermatologie, Dermatochirurgie und Dermatoonkologie an der Fachklinik in ihrem Einführungsvortrag.
Die Fachklinik Hornheide ist ein Exzellenzzentrum für Dermatologie mit Dermatopathologie, Dermatochirurgie und Dermatoonkologie, Plastische Chirurgie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Wie eng diese Fachrichtungen in der Klinik miteinander verbunden sind, wurde auch in den weiteren Vorträgen deutlich. Prof. Dr. Tobias Hirsch, Chefarzt der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie und Handchirurgie der Fachklinik Hornheide sowie Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie am UKM, zeigte in seinem Vortrag, welche Bedeutung die orthoplastische Chirurgie für die moderne Patientenversorgung hat und wie sie mit Fragen der Resilienz im Gesundheitswesen zusammenhängt. Priv.-Doz. Dr. Dr. Jan Dirk Raguse, Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Leiter des Kopf-Hals-Tumorzentrums der Fachklinik Hornheide, gab ein Update zu Kopf-Hals-Tumoren. Dabei richtete er den Blick insbesondere auf den Einzug der neoadjuvanten Immuntherapie und stellte Fälle vor, die das Team im vergangenen Jahr besonders bewegt haben. Dr. Matthias Maas, Chefarzt für Anästhesie berichtete über neue Erkenntnisse zum Thema Delir im Kontext operativer Eingriffe.
Das Programm verdeutlichte insgesamt die fachliche Breite der Fachklinik Hornheide. Zu den Themen gehörten unter anderem neue systemische Therapieoptionen bei gut- und bösartigen Hauttumoren, KI-gestützte Schnittrandkontrolle bei Hauttumoren, moderne Ansätze in der Lymphchirurgie, orthoplastische Chirurgie, Sarkomchirurgie, Kopf-Hals-Tumoren, perioperatives Delir sowie aktuelle Fragestellungen der Dermatoonkologie aus Sicht der Dermatopathologie. Referentinnen und Referenten aus den unterschiedlichen Fachbereichen der Klinik sowie externe Expertinnen und Experten gaben Einblicke in neue wissenschaftliche Erkenntnisse, klinische Erfahrungen und praktische Behandlungsansätze.
Ergänzt wurde das Symposium durch interdisziplinäre Workshops am Nachmittag. Neben dem Alumni-Workshop und dem Basic-Life-Support-Workshop stieß auch der dermatochirurgische Schnitt- und Nahtkurs am Schweinekopf erneut auf großes Interesse - insbesondere bei Nachwuchsmedizinern.
