Krankheitsbilder
Weichteiltumoren & Weichteilsarkome
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Weichteiltumoren, Weichteilsarkome

Die Bezeichung Weichteiltumoren oder Weichteilsarkome umfasst eine Vielzahl sehr verschiedener Geschwülste. Gemeinsam ist diesen Tumoren lediglich, dass sie von Weichgeweben – zum Beispiel Binde-, Fett- und Muskelgewebe oder Gewebe der peripheren Nerven – abstammen.

Es gibt gutartige und bösartige (maligne) Weichteiltumoren. Die überwiegende Mehrheit aller Weichteiltumoren ist gutartig. Zu ihnen zählen beispielsweise gutartige Tumoren des Bindegewebes (Fibrome) oder des Fettgewebes (Lipome).

Bösartige Weichteiltumoren

Die bösartigen Weichteiltumoren werden zusammenfassend als Weichteilsarkome (auch Weichgewebssarkome oder maligne Weichteiltumoren) bezeichnet. 
Mit der Bezeichnung Sarkom (von griech. sarkos = Fleisch) werden diese Tumorformen von den Karzinomen abgegrenzt, also bösartigen Tumoren, die aus Epithelgewebe hervorgehen, wie zum Beispiel Lungen- oder Darmkrebs. Man unterscheidet über 150 verschiedene Typen von Weichteilsarkomen, die sich hinsichtlich ihres Wachstumsverhaltens und ihrer Heilungsaussichten zum Teil deutlich voneinander unterscheiden. 

Die verschiedenen Tumortypen können mit Hilfe feingeweblicher (histologischer) Untersuchungen unterschieden werden. Die Bezeichnung des Tumors richtet sich danach, welchem Gewebe das Tumorgewebe mikroskopisch ähnelt. So werden Tumoren, die aus der Muskulatur hervorgehen, mit der Vorsilbe „Myo-„ versehen, Bindegewebstumoren mit der Vorsilbe „Fibro-„ und Tumoren des Fettgewebes mit der Vorsilbe „Lipo-„. Ein Fibrosarkom ist demnach also ein bösartiger Tumor des Bindegewebes. 

Die häufigsten Weichteilsarkome bei Erwachsenen sind Fibrosarkome, Liposarkome, Leiomyosarkome (= Sarkome aus glatter Muskulatur, zum Beispiel der Gefäße oder der Darmmuskulatur), Maligne Fibröse Histiozytome (= Sarkome aus bestimmten Bindegewebszellen) und Synovialsarkome (= Sarkome aus Gelenkkapselzellen).
Auch bei Kindern treten verschiedene Arten von Weichteilsarkomen auf. In der Regel handelt es sich allerdings um andere Sarkom-Untergruppen als bei Erwachsenen. Der häufigste bösartige Weichteiltumor bei Kindern ist das Rhabdomyosarkom. Es entsteht in Muskeln, die Knochen umgeben.

Weichteiltumore können grundsätzlich in jeder Körperregion vorkommen. Bei Erwachsenen entstehen sie am häufigsten an den Beinen (zu 40 Prozent) sowie am Rumpf bzw. im Brustkorb oder Bauchraum (etwa 30 Prozent). Die Arme und der Kopf-Hals-Bereich sind statistisch zu jeweils 15 Prozent betroffen. Bei Kindern sind der Rumpf sowie Arme und Beine am häufigsten betroffen

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