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Herbst-Symposium der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Am Mittwoch, den 10. Oktober findet um 16:30 Uhr bis ca. 19:00 Uhr im Hörsaal das Hornheider Herbst-Symposium zum Thema "Zahnmedizin an der Grenze zur Onkologie" statt.

Lebensqualität durch Erhalt der Nahrungsaufnahme trotz Kopf-, Hals- und Mundhöhlenkrebs!

Etwa 10.000 Menschen erkranken in Deutschland zurzeit jährlich an einem Tumor im Mund- und Rachenbereich. Die Heilungsaussichten sind in Frühstadien wesentlich günstiger als bei fortgeschrittenen Tumoren. Der Früherkennung kommt deshalb neben der Aufklärung eine zentrale Bedeutung zu. Hier sind sehr häufig insbesondere die Zahnärzte die ersten Ansprechpartner bei Veränderungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich. Erfahrungsgemäß werden Mundhöhlentumore häufig beim Zahnarztbesuch entdeckt!

Bei der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Mund- und Rachenkarzinome sind jedoch noch weitere Fachdisziplinen beteiligt. Neben dem Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, Hals- Nasen- Ohrenärzten, Onkologen und Strahlentherapeuten ist die zahnärztliche Betreuung der Patienten besonders nach der Primärtherapie wichtig. Hier steht für die betroffenen Patienten die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität nach durchgemachter Erkrankung im Vordergrund. Durch die Erhaltung und Wiederherstellung der Kaufunktion, und damit der Ernährung, kann eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität, aber auch eine soziale Integration erzielt werden.

An der Fachklinik Hornheide werden in der Abteilung für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie mit Sektion Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Mund- und Rachentumore schwerpunktmäßig behandelt. Die Abteilung ist als Kopf- Hals-Tumorzentrum langjährig und mehrfach zertifiziert. Im Oktober lädt die Fachklinik wiederum zu ihrem Herbst-Symposium ein, an dem dieses Jahr vor allem zahnärztliche Kollegen teilnehmen werden.

Ist es zu einem bösartigen Tumor der Kopf- Hals Region gekommen, ist die chirurgische Therapie in der Regel die primäre Behandlungsmethode. Je nach Schweregrad der Erkrankung muss im Anschluss an die Tumorentfernung eine Bestrahlungs- und/oder Chemotherapie angeschlossen werden. Neben den zerstörerischen Auswirkungen auf das Tumorgewebe kommt es dabei zu teils lebenslangen Nebenwirkungen wie Schleimhautentzündungen, Mundtrockenheit, Strahlenkaries und funktionellen Einschränkungen. Zudem ist bei der primären Therapie des Tumors auch die Entfernung von Kieferanteilen nicht immer vermeidbar. Die Kau-, Schluck- und Sprechfunktion kann deshalb zunächst gestört sein. Die Wiederherstellung dieser Funktionen ist für die Patienten von zentraler Bedeutung, denn sie bedeutet die Wiedergewinnung von echter Lebensqualität.

Den Teilnehmern sollen im Rahmen des Symposiums gemeinsam mit den erfahrenen Referenten Wege zur Bewältigung der spezifischen Fragestellungen aufgezeigt werden. Im Vordergrund stehen neben aktuellen Leitlinien insbesondere praktische Problemlösungen.