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2. Hornheider Herbst-Symposium der Abteilung für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie

Mit erneut großem Erfolg fand in diesem Jahr das zweite Hornheider Herbst-Symposium zum Thema "Zahnmedizin an der Grenze zur Onkologie" statt.

Hornheide (10.10.2018) - Wie kann die Lebensqualität nach einer Krebserkrankung im Mund- und Rachenbereich erhalten bleiben? Dieser und Fragen der Behandlung widmeten sich rund 200 Zahnärzte sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen aus ganz NRW bei dem diesjährigen Symposium an der Fachklinik Hornheide. Etwa 10.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an einem Tumor in diesem Bereich. Neben der Früherkennung kommt der Aufklärung eine zentrale Bedeutung zu. 

„Die Zahnärztinnen und Zahnärzte sind die ersten Ansprechpartner, wenn es um Veränderungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich geht. Sie können bei den Vorsorgeterminen Auffälligkeiten entdecken“, sagt Dr. Axel Rühl, Oberarzt der Abteilung für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie und des Kopf-Hals-Tumorzentrums, Sektion HNO, an der Fachklinik Hornheide. Dies sei besonders wichtig, da Schleimhautveränderungen häufig keine Beschwerden verursachen und ansonsten unerkannt blieben.

Bei Vorliegen eines bösartigen Tumors in der Kopf-Halsregion ist eine chirurgische Therapie in der Regel die bevorzugte Behandlungsmethode. Dabei ist eine Entfernung von Kieferanteilen nicht immer vermeidbar. Die Kau-, Schluck- und Sprechfunktion kann beeinträchtig werden. Je nach Schweregrad folgt im Anschluss an die Tumorentfernung eine Bestrahlungs- und/oder Chemotherapie. Lebenslange Nebenwirkungen wie Schleimhautentzündungen, Mundtrockenheit, Strahlenkaries und funktionelle Einschränkungen können die Folge sein.

„Die Wiederherstellung dieser Funktion ist für die Patientinnen und Patienten von zentraler Bedeutung, denn sie bedeutet die Wiedergewinnung von echter Lebensqualität nach der Erkrankung“, sagt Rühl. Durch die Erhaltung und Wiederherstellung der Kaufunktion und damit der Ernährung könne eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität erzielt werden. Dr. Axel Rühl: „Es geht dabei auch um soziale Integration.“

Auf dem Symposium zeigten die Referentinnen und Referenten der Fachklinik Hornheide sowie Privatdozent Dr. Christoph Runte, Leiter der Mund-Kiefer-Gesichtsprothetik an der Uniklinik Münster Wege zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Aktuelle Leitlinien und praktische Problemlösungen standen dabei im Vordergrund. Betont wurde auch die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit: Neben der zahnärztlichen Betreuung der Patientinnen und Patienten nach der Primärtherapie sind Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, Hals-Nasen-Ohrenärzte, Onkologen und Strahlentherapeuten beteiligt.

 

 

 

 


2. Hornheider Herbst-Symposium