Zentren
Hauttumorzentrum
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Allgemeine Information

Informationsmaterial

Informationsschrift zum Hauttumorzentrum Hornheide-Münster
Informationsschrift zur Selbstuntersuchung bei Hautkrebs
Basalzellnaevus-Syndrom (Gorlin-Goltz-Syndrom; Nävoide Basalliomatose
Ratgeber für Betroffene (Eine Übersicht aus dem HTZ Hornheide)

Die Hautkrebsraten steigen überall in Europa – im Gleichschritt mit der Lebenserwartung einer immer älter werdenden Bevölkerung. In Deutschland entwickelt inzwischen jeder siebte Bundesbürger im Laufe seines Lebens Hautkrebs. Bislang war der besonders gefährliche „Schwarze Hautkrebs“ bei unter 35-Jährigen äußerst selten, Dermatologen beobachten jedoch insbesondere bei jungen Frauen unter 35 einen auffälligen Anstieg. Hautkrebsrisiken bestehen darüber hinaus auch am Arbeitsplatz, wenn Arbeitnehmer ihre Tätigkeit ganz oder überwiegend im Freien ausüben. Der Gesetzgeber hat Hautkrebs daher 2015 als Berufskrankheit anerkannt. Mit steigender Lebenserwartung steigt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Das gilt vor allem für die häufigste Form von Hauttumoren, den hellen Hautkrebs, zu der eine ganze Reihe von unterschiedlichen Hautkrebsarten zählen, die aber in der Regel keine Metastasen bilden. Allerdings erfordern auch sie im weiter fortgeschrittenen Stadium eine Operation, da sie in das umliegende Gewebe hineinwachsen und selbst Knorpel und Knochen zerstören können. Die einschlägigen Hautkrebsstatistiken bilden die Dynamik der Hautkrebsentwicklung allerdings oft nur unzureichend ab. Sie erfassen den Regeln der Weltgesundheitsorganisation für Krebsregister folgend lediglich Ersterkrankungen. Bei hellem Hautkrebs und vor allem auch bei einer weit verbreiteten Frühform, den aktinischen Keratosen, kommt es jedoch häufig zu wiederkehrenden Tumorbildungen als Folge großflächiger Lichtschäden. Sie erfordern daher eine engmaschige Nachbeobachtung und ziehen oft auch eine erneute Behandlung nach sich. Anders als in Deutschland gibt es in den meisten Staaten des Kontinents keine gesetzlich geregelte Hautkrebsfrüherkennung und keine völlige Freizügigkeit beim Zugang zu Fachärzten für Dermatologie. Um ihre Mitbürger über Hautkrebsrisiken aufzuklären und zur regelmäßigen Früherkennung zu mobilisieren, beteiligen sich Dermatologen in nahezu drei Dutzend europäischen Staaten an der Euromelanoma-Kampagne. Mit Plakaten, Flyern, Presseinformationen und Interviews informieren sie fast überall in Europa, in Russland und in der Türkei die Öffentlichkeit. Die europaweite Initiative unter dem Dach der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) stellt die Aufklärung über Hautkrebsrisiken, die Früherkennung und die eigene Vorsorge in den Mittelpunkt. Tatsache ist: „Jeder kann selbst etwas tun, um der Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen. Das Wichtigste ist ein der UV-Strahlungsintensität angepasstes Verhalten: in den Ferien, in der Freizeit, am Arbeitsplatz und zuhause,“ heißt es in den Unterlagen zur Euromelanoma-Kampagne. „Abhängig von Alterungsprozessen und Umwelteinflüssen verändert sich unsere Haut. Pigmentflecken auf der Haut sind ganz normal. Jeder hat sie. Jedoch ist es wichtig zu wissen: Sie können zu Hautkrebs entarten.“ Eine wirksame Hautkrebsvorsorge fängt daher mit der regelmäßigen Inspektion der eigenen Haut an. Dazu gibt der Euromelanoma-Flyer 2016 eine Anleitung. Denn so die Botschaft: „Früh erkannt, ist Hautkrebs fast immer vollständig heilbar.“

HAUTKREBS-SCREENING

Vom 1. Juli 2008 an haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs, das so genannte „Hautkrebsscreening“. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass Hautkrebs in einem frühen Stadium behandelt und dann auch häufig geheilt werden kann. Deutschland führt damit weltweit als erstes Land eine flächendeckend organisierte, standardisierte Krebs-Früherkennungsuntersuchung der Haut ein.

Was ist ein Hautkrebs-Screening

Früherkennungsuntersuchungen können in Form eines Screenings durch-
geführt werden. Der Begriff „Screening“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Filteruntersuchung“. Bei den Personen, die sich am Screening beteiligen, wird gezielt und nach einer festgelegten Methode nach einer Erkrankung bzw. Risikofaktoren gesucht. Die Qualität eines Screenings ist gesichert, weil die Untersuchung sowohl definierten Kriterien entspricht, als auch auf eine standardisierte Weise abläuft. Ein Screening soll Vorstufen, Frühstadien, einen Risikofaktor oder mehrere Risikofaktoren einer Erkrankung feststellen. Daher ist nicht jede Erkrankung geeignet, per Screening herausgefunden zu werden. Die Krankheit muss ein erkennbares Frühstadium haben, in dem eine Behandlung wirksamer ist, als wenn die Erkrankung später entdeckt wird. So kann die Sterblichkeit gesenkt und die Lebensqualität verbessert werden. Die Zielgruppe eines Screenings sind also Menschen, die sich gesund fühlen.

Wie läuft das Screening ab?

Zuerst erkundigt sich Ihr Arzt nach Ihrem jetzigen gesundheitlichen Zustand und Ihren Vorerkrankungen. Außerdem stellt er Risikofaktoren fest. Dann folgt die Untersuchung der ganzen Haut. Hierfür legen Sie Ihre Kleidung ab. Ihr Arzt sieht sich Ihre Haut von der Kopfhaut bis zu den Fußsohlen genau an. Nur so kann er auffällige Hautveränderungen erkennen. Dafür benötigt er keine Instrumente, sondern nur eine helle Lampe und sein geschultes Auge. Darüber hinaus gibt Ihnen Ihr Arzt wertvolle Tipps für den richtigen Umgang mit der Sonne. Und ganz wichtig: Er wird Sie darüber informieren, welche Krebs-Früherkennungs- und Gesundheitsuntersuchungen Sie ab welchem Alter machen sollten. Die Kosten für das Screening übernehmen die Krankenkassen. Genauso wie für andere gesetzliche Krebs-Früherkennungsuntersuchungen wird über die Chip-Karte abgerechnet und sie müssen keine Praxisgebühr bezahlen.

Das gesetzliche Hautkrebsscreening wird nach qualifizierter Fortbildung von niedergelassenen Dermatologen (Hautärzten) und hausärztlich tätigen Fachärzten für Allgemeinmedizin, Internisten und Praktischen Ärzten vorgenommen. Wenn der Verdacht auf Hautkrebs besteht, wird dieser immer durch einen Dermatologen abgeklärt, zunächst durch die visuelle Untersuchung und gegebenenfalls durch eine erforderliche Gewebeentnahme. Umfassende Informationen dazu finden Sie auch auf www.hautkrebs-screening.de.

Warum ein Hautkrebs-Screening?

Nach den jüngsten Zahlen erkranken in Deutschland jährlich etwa 120.000 Menschen an verschiedenen Formen von Hautkrebs, die Menschen, die daran erkranken, werden immer jünger, und bis zu 2.000 Menschen sterben jedes Jahr an der bösartigsten Form, dem Melanom. Das Melanom, auch "schwarzer“ Hautkrebs genannt, ist in 90 % der Fälle auf die Einwirkung von UV-Strahlen zurückzuführen. Vor allem, weil sich Melanome oft erst nach vielen Jahren aus Leberflecken entwickeln, ist eine jährliche Untersuchung von Risikopatienten unerlässlich. Das Basaliom (Basalzellkarzinom) ist mit etwa 80.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Hautkrebsform. Das Spinaliom (Stachelzellkrebs oder Plattenepithel-karzinom) gehört wie das Basaliom zum so genannten "weißen" Hautkrebs. Diese Bezeichnung soll diese Krebsarten gegen den "schwarzen" Hautkrebs, das maligne Melanom, abgrenzen.

Diese Krebsformen entstehen vor allem an den lichtexponierten Stellen des Körpers, also im Gesicht, auf Nase und Ohren, auf Glatzen und Lippen, auf den Händen und an den Unterarmen. Betrafen die Erkrankungen zunächst nur Menschen, die sich überwiegend im Freien aufhielten wie Straßenarbeiter, Bauern, Bergführer und Seeleute, so hat das veränderte Freizeitverhalten dazu geführt, dass die Erkrankungszahlen in der gesamten Bevölkerung stark angestiegen sind. Experten machen dafür in jedem Fall Sonnenbrände und andere Lichtschäden der Haut verantwortlich, wenngleich die Ergebnisse einzelner Studien nicht immer ganz schlüssig sind. Die ständige Abnahme der Ozon-Schicht führt zu einer zunehmenden natürlichen UV-Belastung der Bevölkerung, die durch Solarienbesuche und ausgedehnte Sonnenbäder ihr Übriges tut, um dem Hautkrebs Vorschub zu leisten.

Die Prognose für Hautkrebspatienten ist nur im frühen Anfangsstadium gut. Melanome sind ausgesprochen bösartig und können ebenso wie in die Haut eingewachsene Spinaliome schnell metastasieren. Daher empfehlen Hautärzte nach wie vor, Sonnenbrände und lange ungeschützte Aufenthalte in der Sonne zu meiden. Langärmelige Kleidung, Sonnenhut und -brille gehören ebenso zum Schutz wie das rechtzeitige Auftragen einer Sonnencreme mit entsprechendem Lichtschutzfaktor. Der Besuch im Solarium vergrößert das Hautkrebsrisiko nur und verbessert die Lichtempfindlichkeit der Haut nicht.

TUMORKONFERENZ

Problemfälle bei Hautkrebs in jedem Stadium sind nur durch gemeinsame Anstrengung aller kompetenten Behandlungspartner zu lösen.

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz findet immer donnerstags statt. Beginn ist jeweils 16.00 Uhr im Hörsaal Hornheide des Hauttumorzentrums Hornheide-Münster.

Die Tumorkonferenz bündelt die Kompetenz der Hauptbehandlungspartner des Hauttumorzentrums und stellt sicher, dass für jeden Patienten die beste therapeutische Lösung seines Problems gefunden wird.

Das technische Equipment der Klinik unterstützt die Experten-Diskussion durch simultane Bild-Projektion von Röntgen- und Histologiebefunden während der Konferenz.

An der Tumorkonferenz können alle Behandlungspartner und die einweisenden Ärzte des Hauttumorzentrums Hornheide-Münster teilnehmen.

Im Jahr 2017 hat die Fachklinik Hornheide erstmals an der Aktion teilgenommen und das Bronze-Zertifikat erhalten. 

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Priv.-Doz. Dr. Schulze und Dr. Fluck erneut ausgezeichnet

Priv.-Doz. Dr. Schulze und Dr. Fluck wurden - wie auch schon in den Jahren 2014, 2015 und 2016 - für Ihre Expertise im Bereich "Hautkrebs" in der FOCUS Ärzteliste "Top-Mediziner 2017" ausgezeichnet.

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